In Läden gibt’s Hilfe für jedermann

Linden: Neues Projekt

In Läden gibt’s Hilfe für jedermann | HAZ – Stadtanzeiger West | 05.04.2007

Von Marcel Schwarzenberger

Was vergangenen Sommer als bürgerschaftliches Engagement von Südstädter Kaufleuten begann, soll auch in Linden zur Regel werden: Inhaber von Geschäften kümmern sich um die Nöte von Passanten und helfen unbürokratisch weiter. Das Wirtschaftsforum Linden legt dazu das Programm „Lindenpol“ auf – in Anlehnung an den „Südpol“. Im September soll das Projekt starten, sagte Koordinator Gisbert Fuchs auf Anfrage des Stadt-Anzeigers.

Am Montag dieser Woche trafen sich mehrere Lindener Geschäftsleute mit Teilnehmern vom Südstädter Wirtschaftsforum. Letztere hatten im vorigen Sommer den „Südpol“ ins Leben gerufen und dafür im Januar den Bürgerpreis des Bezirksrates Südstadt-Bult verliehen bekommen. Das Prinzip ist einfach: Jedes beteiligte Geschäft dient als Anlaufstelle für Menschen mit kleinen oder größeren Problemen. „Vor allem für Schulkin- der oder Senioren ist das Projekt gedacht“, erläuterte Peter Remm, Vorsitzender des Südstädter Forums. Die Hilfen der Kaufleute reichen vom Glas Wasser in der Sommerhitze bis zum Anruf bei Polizei und Sanitätern.

In den Ladenlokalen liegt auch immer eine Beschäftigungsmappe für Kinder aus, bestückt mit kleinen Spielen.

„Diese Mappe enthält ebenso wichtige Notrufnummern“, sagte Remm. Mit Faltblättern und Aufklebern an den Fassaden der teilnehmenden Geschäfte machen die Südstädter auf ihr Angebot aufmerksam. Ein Pinguin ist das Markenzeichen des „Südpols“.

All das soll es ab September auch in Linden geben. Schon jetzt seien rund 50 Kaufleute bereit, sich an der Aktion „Lindenpol“ zu beteiligen, sagte Fuchs. „Etwa 80 Geschäfte brauchen wir, damit wir die Angebote flächendeckend anbieten können.“ Die Kosten für den Druck von Faltblättern, Beschäftigungsmappen und Aufklebern schätzt er auf bis zu 14 000 Euro. Die Lindener hoffen auf Zuschüsse von Stadt und Bezirksrat.

„Das muss nun schnell geklärt werden. Wir Kaufleute sind uns jedenfalls einig“, meint Fuchs. Aus der Süd- stadt kommen die Druckvorlagen, die nur noch auf die Lindener Bedürfnisse zugeschnitten werden müssen.

Die Geschäftsleute versprechen sich von dem Projekt natürlich auch eine Imageförderung – so hätten alle etwas davon, findet Fuchs.

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung